Samstag, 20. Mai 2006

Immer wieder ich…

Ach je der Geburtstag naht und das alljährliche Spektakel naht. Alle wollen wissen wie wo wann gefeiert wird. Schwesterherz will keine gemeinsame Veranstaltung mehr - seitdem ich das ein paar Mal vermasselt/verpennt/… habe.
Ja ich bin ein Zwilling, mit allem was dazu gehört. Also auch permanent neugierig und zwei Gesichter. Und es ist manchmal so schön das auszuleben. Wer will mich richten?

Bevor ich es vergesse - am liebsten mag ich meine Geschenke als Päckchen mit der Post. Das hat zwei Gründe:
1. Ich bekomme sehr gerne Post.
2. Ich mag Geschenke.

Apfelkuchen vom Blech

Absolut lecker und ein wahres Muss für den Spätsommer/ Herbst wenn die Äpfel reif werden. Als Äpfel nehme ich meist feste nicht so süße Sorten.

ca. 750 g Äpfel schälen, vierteln und anschließend in Scheiben schneiden.
200 g Zucker,
1 Päckchen Vanillinzucker,
2 Eier und
160 g Margarine verühren. Anschließend
300 g Mehl,
½ Päckchen Backpulver und
eine Prise Salz nach und nach hinzugeben und verühren. Zum Ende
3…4 Schluck Milch hinzugeben, so dass der Teig nicht klumpig wird.
Anschließend das Ganze auf ein gut gefettetes Backblech streichen und mit den Apfelscheiben "dachziegelartig" belegen.
Bei 160°C Umluft 35 min backen.

Je nach Geschmack kann man noch etwas Zucker und Zimt darüber streuen.

Sonntag, 14. Mai 2006

Chai

Sehr schön im Sommer ist immer wieder Chai. Hier ein Rezept, erprobt, verändert und ganz genau so wohl noch nie in meinem Topf gewesen. Das ist wie mit wiederkehrenden Träumen...

8 Kardamonhülsen,
1..2 Sternanis,
1 Zimtstange,
6 Gewürznelken,
5mm Ingwer,
10 Pfefferkörner, schwarz und
2 Lorbeerblätter im Mörser mahlen und zusammen mit
einer Prise schwarzen Tee in
800 ml Wasser für
ca. 15 min köcheln.
5 Tl Zucker dazugeben und mit
400 ml Milch auffüllen und
weitere 5..10 min köcheln.

Das Ganze kann ganz nach Geschmack variiert werden. Manchmal tue ich etwas Vanillinzucker dazu oder auch Muskat. Oft mache ich mir nicht die Mühe mit dem Ingwer, so bleibt es bei trockenen Zutaten, die alle in den Mörser können.

Pute mit Schinken auf Paprika gebacken

Ein leichtes Gericht, gut für den Sommer. Kann leicht scharf werden, je nach Wahl der Paprika. Da mir der genaue Name der verwendeten Paprika unbekannt ist, bezeichne ich sie einfach mit Spitzpaprika. Sie sind bei jedem guten türkischen Gemüsehändler zu bekommen und eignen sich übrigens auch hervorragend für Salat.

2 mittlere Stücken Pute (Putenschnitzel o.ä.)
nach Hunger:
1 rote Paprika,
2 hellgrüne Spitzpaprika,
2 grüne Spitzpaprika (meist leicht scharf) und
1 Zwiebel in Streifen schneiden.
3 Knoblauchzehen hacken und alles in eine eingeölte ofenfeste Form geben. Das Putenfleisch mit
Salz,
Pfeffer und
Oregano würzen und auf die Paprika legen. Die restlichen Zwiebelstreifen und etwas vom Knoblauch auf das Putenfleisch geben. Mit ein wenig
Currypulver und
Paprika würzen. Auf jedes Stück Pute
je eine Scheibe Schinken legen und einen Schluck Wasser in die Form geben.
25 min bei 225°C Umluft.

Das ganze auf Reis servieren.

Samstag, 13. Mai 2006

Allein sein und Schokopudding

Heute morgen nachdem ich den zweiten Schokopudding - der erste wurde ja gestern abend mein Opfer - gegessen habe, ging es erstmal ins Netz. Ein bißchen chatten am Samstag morgen muss sein.

Mein Vater wünscht sich so sehr Schokopudding zum Nachtisch oder einfach mal so. Der Ärmste beklagt sich immer wieder, daß seine Frau ihm nicht den Gefallen tut. Dabei scheut er normalerweise nicht den Gang in die Küche - nur Pudding macht er sich keinen. Also entweder habe ich da einen Bestandteil der Mann-Frau-Beziehung noch nicht begriffen oder aber ich bin ein glücklicher Mensch, der sich selbst Schokopudding macht.

Zum Kochen ausnahmsweise keine Lust gehabt. Also habe ich die Pizzastufe meines tollen nigelnagelneuen Herdes nochmals genauestens überprüft.
Zweimal mit den Fahrrad unterwegs gewesen, um dreimal einzukaufen. Dazwischen endlich seit langen einen Western gesehen.

Vorm Abendbrot hatte ich schließlich alles zusammen für Brownies und es hat sich gelohnt zur Abwechslung dem Rezept Glauben zu schenken! - naja fast.

300 g Margarine,
200 g Kuvertüre und
reichlich Kakaopulver im Topf zerschmelzen lassen.
5 Eier,
2,5 Tassen Zucker und
Vanillinzucker verrühren. Kakaomasse dazu und
1,5 Tassen Mehl und
100 g gehackte Mandeln darunterrühren. Auf dem Blech verteilen und die letzte handvoll Mandeln darüberstreuen.
30 min bei 175°C

Hab mir heute mal Wurst beim "Gemüsetürken" ausgesucht. Im Laden wunderte mich etwas, dass es soviel Rinderwurst in der Auslage gab. Am Abendbrottisch ist es mir dann endlich eingefallen - Muslime essen doch gar kein "schmutziges" Schwein - man weiß es, aber wann wird man damit schon konfrontiert!? Na für mich ist es eine willkommene Abwechslung.

Und nun liege ich hier auf dem Bett, nach Tatort und einer nahezu komplett vorhersagbaren Liebesschnulze und schreibe bei Kerzenlicht [auf Papier]. Irgendwie ist es auch schön allein zu sein. Ich stehe in der Gegend herum, schaue vom Bett den Schattenspielen der Gräser zu, überlege wo ich ein Bild an die Wand hängen werde und wo die afrikanische Maske. Daneben laufen so ziemlich alle "Träumers favourite hits" im Radio...

"There's no time for us,
there's no place for us,
...
who wants to live forever...."

Ich freue mich schon auf die Bananenpflanze, die Ulrike in der Botanik für mich pflegt. Die großen leuchtend grünen Blätter haben es mir angetan. Morgen kommt Birgit mal wieder vorbei. Dann kann ich mein neulich improvisiertes Rezept "Pute mit Schinken auf Paprika gebacken" einer kritischen Prüfung unterziehen lassen. Bis dahin zaubert das letzte Teelicht an den Wänden und Vorhängen, während die kühle Nachtbrise über mich streicht.

"I'm just mad about Safron,
Safron's just mad about me...." Mellow Yellow
.... C&R .... Crystal

Mittwoch, 10. Mai 2006

Nanda

Ach, wie das Glück mir so mitspielt... :-)

Unerwartet am frühen Morgen, auf dem Weg zum zweiten Tag der Konferenz - natürlich erst zur zweiten Session - vor dem Auditorium, dem Ort der kommenden Vorträge. Im Foyer sitzt - leicht gelangweilt - die Frau auf dem Tisch, die einem bereits am ersten Tag auf dem Gelände auffallen muss (na mir jedenfalls... ;-)). Es stellt sich heraus, dass ich viel zu früh gekommen bin - hätte noch ne halbe Stunde länger schlafen können, na was solls. Dafür gibt es erste leichte Kontakte. Nanda heißt sie. Kurze Pause. Ich heiße .... . Lange Pause, ein durchdringender Blick... Zum Wegschmeißen, ich liebe Blickkontakte. Besonders die Unerwarteten. Sie wartet auf die Bewertung ihrer Diplomarbeit, wird danach natürlich auf den Dr. hinarbeiten. Hier macht sie nur die nette Dame, die das Mikro rumreicht - die Miete muss ja irgendwie bezahlt werden. Vielleicht kosten aber auch einfach die Flugstunden im Segelflugzeug mehr als das Diplomandenbudget hergibt. Sie fühlt einen Anflug von Unbehagen angesichts der Pinguine die hier überall umherlaufen - muss sie gar nicht erwidere ich. Ein Kostüm kann sie unmöglich noch attraktiver machen, denke ich mir im Stillen. Sie läuft zweimal weg, sie kommt zweimal zurück. Sehr gut. :-)) Massive Blickkontakte während und zum Ende der Vorträge.

Naja, für heute erstmal berufliche Kontaktpflege nit Pinguinen und ähnlichen Artgenossen, muss halt auch sein.

Na das dritte Mal wird jedenfalls kein Zufall. Gott (sofern es ihn gibt) segne die netten Leute von der IT, welche das institutsweite Telefonbuch im Intranet pflegen.

Montag, 8. Mai 2006

Das ewige ICH...

Das eigene EgoICH das Dich ausbremst, das Dich animiert, ?das Dir Moral aufbürdet? ist nicht dein ICH. Dein ICH steht darüber, nur lassen sich die meisten Menschen davon dominieren. Es entwickelt eine eigene Dynamik, verfolgt Ziele, arbeitet an sich selbst und doch ist es nicht Dein ICH. Dein ICH steht darüber und wenn Du erkennst, dass Du nicht Dein EgoICH bist, wird Dein EgoIch zum Werkzeug. Einem zugegebenermaßen sehr Mächtigem.
- frei nach ... irgendwo gestern abend bei openBC -

Was soll man davon halten? Etwas interessantes hat es. Man kann auch eine gewisse Grenze in sich sehen, nur wie greift man sie und bedarf es nicht eines gewissen Masses an Skrupellosigkeit es zu greifen. Obwohl letzteres einleuchtet, sofern das EgoICH auch Deine Moral wiederspiegelt. Oder ist es einfach noch Dein EgoICH, welches Dir dieses Gefühl von Skrupellosigkeit vermittelt? :-)

Was fällt mir dazu ein?
Ich lüge! - frei nach Epimenides

Sonntag, 7. Mai 2006

An einem Sonntag Abend...

Das Leben ist schön. Ich habe eine schöne Wohnung, ich schaue Filme bei Kerzenschein, ich freue mich meinen Tisch und Stuhl auf dem Balkon zu sehen auf denen ich heute Frühstück, Mittag und Abendbrot gegessen habe. Ich habe mit meinen Eltern telefoniert. Und ja ich mag Lieder von Johnny Cash.

Gute Nacht!

Das Rätsel ICH

In der Spektrum 5/06 wird ein Test beschrieben, in der einer Person mit split-brain Bilder seines Ebenbildes bzw. sein Ebenbild in verschiedenen Stufen gemorpht mit einer anderen ihm bekannten Person X gezeigt werden. Er wird gefragt 'Bin das ich?' in einer späteren Runde wird er gefragt 'Ist das X?'. Anhand der Hirnaktivitäten welche dabei auftreten, soll ein Hinweis indentifiziert werden, welches eine Aussage darüber zuläßt ob das Gehirn die Selbstwahrnehmung als Spezialfall oder allgemeinen Fall behandelt. Als Spezialfall würden bei Selbsterkennung andere Hirnregionen aktiviert werden als beim erkennen einer anderen Person.

Was wenn dieser Mensch noch nie in seinem Leben einen Spiegel genutzt hat, auch nicht sein Ebenbild im klaren Wasser gesehen hat? Der Test ergab tatsächlich die Aktivierung anderer Hirnregionen bei Selbsterkennung. Ist dies tatsächlich eine Folge des Erkennens seiner Selbst oder ist es die Folge anderer Vorgänge? Sehen wir uns selbst benötigen wir ein Hilfsmittel (vom Spezialfall des Zwillings abgesehen) wie die Wasseroberfläche, den Spiegel, eine Kamera und Bildschirm... Der Prozess des Sehens und der damit verbundenen Bildverabreitung sollte ein anderer sein, einer der unter anderem unser Symboldenken einbezieht (Spektrum 4/06). Ist es daher nicht plausibel anzunehmen, dass beim Abruf der Erinnerung an das eigene Abbild nun auch andere Hirnregionen aktiv werden, jedoch nicht bedingt durch das Konstrukt ICH sondern durch eben diese anderen Verarbeitungsprozesse.

Die nächste Frage die sich konsequenter Weise stellt, ist die Frage nach der Abhängigkeit unserer Selbstwahrnehmung von unserem kulturellen Fortschritt (Stichpunkt - Zunahme der Intelligenz im Laufe der industriellen Revolution? Spektrum ??). Wann erkennt der Mensch sich selbst? Muss er sich dazu selbst wahrnehmen?

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