Im Netz der reinen Vernunft
In seinen Schriften hat Kant den Begriff der reinen Vernunft geprägt. Im Grunde sieht er darin den Geist ohne Grenzen, ohne die naturgegebene Begrenztheit des menschlichen Denkens. Diese Begrifflichkeit hat er auch auf andere Dinge erweitert. Das reine Wissen - im Gegensatz zum empirischen Wissen, wie es uns Menschen begrenzt.
Man mag es kaum glauben, doch diese reine Vernunft begegnet uns durchaus auch im Internet. Jeder weiß, um die Gröe, die enormen Datenmengen und vielzähligen Verbindungswege und es gibt einige unter uns, die versuchen all dies zu erfassen - ihren Blick überall zu haben. Ebenso wissen wir, das Netz ist lediglich ein technisches Objekt, genau definiert - schier unendlich, doch genau abmessbar ... zumindest für den Moment. Denn wir wissen durchaus, dass jeder Rechner der online geht das Netz vergrößert, jede Änderung im Inhalt einer Seite, ja jeder Klick das Netz verändert.
Wie steht es da, um Routingalgorithmen, Suchmaschinen und all den Institutionen, die das Netz kennen, um jeden Weg, jede Seite wissen. Wie beschränkt sind diese Systeme? Wann werden wir nicht mehr in Lage sein selbst diese Systeme - unsere Werkzeuge - zu erfassen? Sind sie der reinen Vernunft nur nahe oder können sie sie gar erreichen? Ist es lediglich ein vermessener Gedanke ihrer beschränkten Schöpfer?